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Zeichen der Zeit

In den Schlaf gehaucht

Schlaf ist kostbar geworden in einer stets ‚wachen’ Welt. In unserem globalen Netzwerk steht schließlich immer jemand auf. Frühere Zeichen der Nachtruhe wie das Testbild im Fernsehen sind längst verschwunden und das Smartphone blinkt ruhelos. Schlaf hat sich von einer bloßen biologischen Notwendigkeit zu einem schützenswerten Gut mit Luxusfaktor entwickelt. Die Duftkollektion des Matratzenherstellers muun setzt dabei auf Zurückhaltung.

„Einfach besser schlafen“ lautet das Kredo von muun. Neben seinem Kernprodukt – eine modular aufgebaute Matratze – hat das Berliner Start-up sowohl Zubehör als auch eine Duftkollektion im Angebot. In Zusammenarbeit mit der japanisch-österreichischen Duftdesign-Manufaktur Aoiro wurde der Duft „Mutabi“ entwickelt. Als Kissenduft, Kerze oder Raumduft soll „Mutabi“ dazu beitragen, „die perfekte Umgebung zu schaffen, sich dem Schlaf auch wirklich hinzugeben“.

Der Anspruch der störungsfreien Hingabe wird bereits durch die Verpackung realisiert. Sie ist auf das Wesentliche reduziert und lebt von dem ruhigen Zusammenspiel heller Flächen und reduzierter Farb- und Schriftakzente. Es stört nichts. Der Duft wird als ein stiller, unaufdringlicher Schlafbegleiter vorgestellt, der weder ins Schlafzimmer einfallen noch dominant wirken will. Vielmehr wird eine zurückhaltende Zärtlichkeit kommuniziert.

Der Duft selbst ist eine Komposition aus Grapefruit, schwarzem Pfeffer, Zypresse, Weihrauch sowie Vetiver, Salbei und Veilchenblättern. Eine Atmosphäre der Schwerelosigkeit und des Frieden soll diese Mischung in die Schlafzimmer bringen. Dabei ist Zurückhaltung erneut die oberste Prämisse. Denn die Duftdesigner haben sich von der japanischen Philosophie Kōdō inspirieren lassen, in der ein Duft nicht bloß ‚gerochen’, sondern dem Duft ‚zugehört’ wird, während dieser sich im Hintergrund entfaltet.

Ein Schlafduft wie „Mutabi“ will dem lauten Tag ein Flüstern entgegensetzen.

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