© Kai Oberhäuser

Community

5 Fragen an… Arthur Woods

In unserer neuen Interviewserie ”5 Fragen an…“ stellen wir Visionäre, Innovatoren und Talente aus dem STURM und DRANG Netzwerk und den kreativen Zentren dieser Welt vor. Den Startschuss macht Arthur Woods, Experte für die Zukunft der Arbeit. Arthur Woods hat unseren Think Tank zum Thema „Lernen und Arbeiten“ mit seinen spannenden Thesen und Insights bereichert.

Unternehmer, Redner und Autor Arthur Woods (NYC) ist der Mitbegründer von Imperative, einer Plattform, die Angestellten zu einer erfüllenderen Karriere verhelfen und Arbeitgeber darin unterstützen möchte, ihre Mitarbeiter zu stärken. Arthur Woods beschäftigt sich damit, wie Millennials und kommende Generation arbeiten und motiviert werden können. Seine Arbeit wurde porträtiert von Forbes, Huffington Post, Washington Post und ABC7s Washington Business Tonight. Arthur Woods leitete Googles YouTube EDU-Projekt, ist Mitbegründer des akademischen Trainingsprogramms für soziales Unternehmertum Compass Fellowship und startete Out in Tech, das größte Technologie-Meet-Up für New Yorks LGBT Community.

Q: Was wird im Jahr 2025 besser sein als heute?

A: Wir werden die Perspektiven, Gefühle und das Wohlergehen unserer Arbeitskräfte in Echtzeit im Blick haben. Heute bewerten wir unsere Mitarbeiter doch hauptsächlich nach Kriterien wie Geschäftserfolg und Leistung und auch das erst im Nachhinein. In der nächsten Dekade ändert sich das, wenn wir die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, besser und sofort verstehen.

Q: Welche Zukunftsprognose halten Sie für falsch?

A: Es gibt viele Theorien darüber, dass die 40-Stundenwoche sich dank technischer Fortschritte verkürzen wird. Daran glaube ich nicht. Arbeit ist nach wie vor für einen Großteil der Bevölkerung etwas Bereicherndes und ich hoffe, diese Wahrnehmung von Arbeit nimmt weiter zu. Arbeit, wie wir sie heute kennen, wird sich wandeln. Neue, kreative und innovative Formen von Arbeit werden die Norm.

Q: Welcher Trend hat Sie in den letzten zwölf Monaten am meisten überrascht?

A: Wir haben in unserer Studie “Workforce Purpose Index” entdeckt, dass von allen Generationen die Millenials bei ihrer Arbeit am wenigsten nach einem Sinn suchen. Das heißt, den Millenials sind Gehaltsscheck und Beförderung wichtiger als den Generationen Z, X und den Babyboomern. Millenials werden zwar oft die Sinn-Generation genannt, aber unsere Studie hat das Gegenteil gezeigt.

Q: Vor welcher technischen Entwicklung haben Sie Angst?

A: Es gibt Unternehmen, die die Social Media-Profile ihrer Mitarbeiter auswerten, um vorherzusagen, wann diese voraussichtlich kündigen. In einigen Fällen wird dieses Wissen genutzt, um Mitarbeiter aus der Firma zu drängen. Das ist für mich das Gegenteil von menschzentriertem technologischem Design.

Q: Wie würden Sie die Welt verändern?

A: Ich würde meinen Fokus auf den Teil unserer Arbeitskräfte setzen, denen in einer immer technisierteren Zukunft die Unterbeschäftigung droht. Diesen Menschen bereichernde und erfüllende Jobs zu geben und dafür sorgen, dass sie nicht im Arbeitsleben ausgegrenzt werden, wäre eine Investition in das zukünftige Wachstum unserer Gesellschaft.

Referenzen